Shark Attack Bike-Festival 2011 :: 65 km/2125 hm

5h Wecker, 5.20h Tasche packen. 5.30h Frühstück, 6h -das Brötchen ist endlich drin. Mit so viel Nervosität führe ich mit jedem bissen einen erbitterten Kampf. Tasche zu und los. 6.15h Treffpunkt Tanke, Rad verstauen und ab auf die Piste. 1,5h Fahrzeit laut Navi. René und Micha vorne weg. Markus vom Team Wüster und ich hinterher. Wie im Rennen :D.
5 Kilometer vor dem Zielort war dann noch die Straße gesperrt. 8.10h -ich dachte ich muss die Feuerwehrmenschen wegschubsen “Um 9h ist doch Start”. Gelegenheit es mit dem 2.Brötchen zu versuchen … viel zu spät …40 Minuten vor dem Start.
Der Start der Langstrecke erfolgte schon um 8h und genau die Straße auf der wir uns befanden, wurde von den Fahrern passiert. Eigentlich nicht wirklich verwunderlich -da gibt’s ja nur 2 Straßen :D. Die Fahrer waren zügig durch und wir konnten weiter.
Parken, Startunterlagen abholen, auspacken, Startblock. Alles irgendwie wieder knapp mit der Zeit. Warmfahren?!? –Nö!
Knapp hinter der Mitte des 2. Startblocks konnte ich mich einreihen. Dann wurde mir kurz schlecht. Ich habe die Reifen nicht nachgepumpt. Der Hinterreifen fühlte sich nach “stark Durchschlaggefährdet” an :( Im gleichen Moment die Lautsprecherdurchsage: noch eine Minute bis zum Start”.”Das läuft ja wieder”, dachte ich.

Pünktlich um 9h erfolgte der Start. Der erste Startblock mit den Kurzstrecklern durfte zuerst auf die Strecke. Die komplette Mitteldistanz wurde mit einem 100 Meter Abstand dahinter losgelassen. Nach einer kurzen Kamikatzefahrt durch den Ort rasten wir ins Gelände. Rauf, rauf, rauf … Aber es lief. Einige Fahrerinnen konnte ich im ersten Anstieg hinter mir lassen. Das war sehr positiv für den Abbau von Angst und der Nervosität :)
Das Feld zog sich sehr schnell auseinander und streckenweise war ich auch allein. Irgendwann hat sich eine kleine Gruppe zusammengefunden, die ein gemeinsames Tempo halten konnte. Der Hinterreifen hielt…

Ohne Tacho und Pulsuhr unterwegs, musste ich die Erfahrung machen, dass es aber hin und wieder doch nicht verkehrt ist eine Kilometerangabe zu haben –grade bei einem so langen Rennen. Dann weiß man zumindest wann die Verpflegungsstellen kommen… auf ca. der Hälfte der Strecke hatte ich schon Hunger (kein Wunder bei dem jämmerlichen Frühstück). Da war die erste Verpflegung schon vorbei. An der zweiten Verpflegung hab ich vergessen zu essen und ich Schlaubi hatte natürlich auch nichts dabei. Es gibt also noch jede Menge Verbesserungspotential! Essen lernen und Gehirn gelegentlich auch mal einschalten zum Beispiel. Ca. 15 Kilometer vor dem Ziel, führte die Strecke nach einer längeren Abfahrt direkt am Ziel vorbei. Ich hätte meine leere Trinkflasche auffüllen sollen, habe aber nur einen Becher mitgenommen. Das war auch eine Entscheidung der Kategorie „nicht so schlau“. So gesellte sich noch Durst zum Hunger.
Wie herrlich es gewesen wäre an dieser Stelle das Ziel zu durchqueren und wie demotivierend es dann ist, wenn der Streckenposten an der Streckenteilung mit seinen Fingerchen nicht auf den Zielbogen zeigt, sondern direkt in die gefühlten 20% Anstieg! Und wieder hoch … Es folgte eine steile Laufpassage, die ich nutzen konnte mich mal zu strecken. Rückenschmerzen… Bei der ruppigen Strecke auch nicht verwunderlich. Zudem krampfte mein rechter Fuß auch schon wieder so merkwürdig, dass ich kaum mehr drauf stehen konnte. Die Abfahrten wurden dadurch sehr kniffelig. Ich bin daher lieber auf Nummer sicher gegangen.

Ein Streckenposten verriet mir, dass die erste Fahrerin nicht weit weg sei. Dadurch wusste ich, dass ich gut im Rennen liege und so konnte ich etwas raus nehmen. Hmm naja gut … eigentlich habe ich das nicht freiwillig entschieden :). Es überholte mich aber auch keine Frau mehr und der Moderator bestätigte meine Vermutung bei der Zieldurchfahrt! Erste der Frauenklasse, zweite gesamt! Ich grinse :)! Was ein tolles Gefühl! Mit 27 Minuten Vorsprung in meiner Altersklasse und knapp 5 Minuten hinter Maren Flender (Sen1) in der Gesamtwertung, konnte ich ein tolles Ergebnis erzielen. So kann es weiter gehen :)

Die Strecke war wirklich toll zu fahren und die Höhenmeter, die mir schon im Vorfeld so viel Angst einjagten, verteilten sich eigentlich sehr gut. Einige Rampen waren schon zu fahren, aber die steilsten Anstiege waren auch nicht soooo sehr lang. Die Abfahrten waren teilweise richtig ordentlich. Viele Teilnehmer kämpften mit Rückenschmerzen. Steile wurzelige Passagen, forderten wohl allen Fahrern eine gute Portion Konzentration und Können ab. Die ideale Fahrlinie lag oft unter vielen Wurzeln begraben.

5. AK (6.) Kierdorff, René 03:11:15.759
8. AK (9.) Elm, Marcus 03:12:10.269
22. AK (51.) Pieper, Markus 03:38:19.849
1. AK (2.) Jule 03:59:32.302

3h Bergzeitfahren?!

In drei Tagen ist schon der Marathon in Saalhausen. Mit 64 Kilometern und 2125 Höhenmetern, ist der Halbmarathon wohl eher ein Bergzeitfahren “extrem”. Ich kann mir noch nicht wiklich vorstellen die Strecke zu fahren und bin auch etwas ängstlich muss ich gestehen. Das ist schon irgendwie viel mehr als sonst … und ich bin auch noch nie etwas vergleichbares mit so vielen Höhenmetern gefahren. Naja. Wenn ich den Marathon einigermaßen hinter mich gebracht habe, müssen die anderen Läufe der Trophy ja ein Klacks werden. Start ist schon um 9 Uhr. Das bedeutet Wecker um fünf?! Auwaia …

Das war Haard :: NRW-CTF-Cup

Am vergangenen Samstag fand in der Haard eine weitere CTF des NRW-CTF-Cups statt. Da sich Biker und Reiter wohl gleichermaßen den Wald teilen und Pferdchen gerne auf Sand unterwegs sind, war es eine Ausfahrt in dem wohl größten Sandkasten des Ruhrgebiets. Aufgrund der Temperaturen waren es Streckenweise sogar wüstenähnliche Verhältnisse. Zumindest im Mund :D Da es auch seit Tagen nicht geregnet hatte, konnte man froh sein, wenn man vorne weg fahren konnte und nicht in der Staubwolke vom Vordermann den Trail ertasten musste.
Die Strecke dort ist einfach klasse. Die Haardbiker haben es geschafft auf 77 Kilometern grade mal 150 Meter Asphalt einzubauen. Mit knapp 1400 Höhenmetern, die sich auf der gesamten Strecke super verteilten, konnten wir auf den schmalen Trails ordentlich durch den Wald pflügen. Herrlich! Punktabzug gibt es ei der Kilometerangabe. Laut Ausschreibung waren 68 Kilometer angegeben, bei Kilometer 64 kam aber erst die dritte und letzte Kontrolle und da hieß es “ab hier noch 10″. Zudem war der Abstand zwischen Kontrolle 2 und 3 so riesig, dass ich die letzten Kilometer auf dem trockenen saß. Ich bin ja der Meinung, umso länger – desto besser, aber mit leeren Trinkflaschen bei 31 Grad ist schon grenzwertig. Gut wenn man in einer Gruppe unterwegs ist :)
Am Schluss gab es noch die Rennwurst für die Jungs. Der Hofdackel hat mit allen Hypnosetricks versucht die Würstchen zu entwenden, aber der geneigte 77km CTF Biker kennt keine Gnade!
Ich habe mich auch für eine warme Mahlzeit entschieden. Franziskaner Hefeweizen :D inkl. Schaumparty. Wir kommen auf alle Fälle im nächsten Jahr wieder!

Willingen liegt höher als man denkt!

Für mich hat das mehrere Gründe. Zum einen war es organisatorisch bisher “zu hoch” für mich anzureisen und teil zu nehmen, aber in diesem Jahr darf ich mit Flo und Thomas nach Willingen zum Bikefestival fahren! Juhuuu! Zudem ist die Teilnehmerzahl höher und die Besetzung in dem Rennen ist neben GER auch POL, NED, ITA, SLO, CZE, ROM, AUT, HUN und BEL.
Ich hoffe die “gemischte Nationalitätentüte” betrifft auch das Frauenfeld! Egal wer da im Startblock steht, ich werde Gas geben!
Hoch geht es auch im Rennen! Mit 1626 Höhenmetern auf 52 Kilometern, kann die Luft auch schon mal dünn werden ;-)! Aber das macht ja gar nichts, denn viel höher geht es schon vorher: Mit supi Vorbereitung in der Höhenkammer bei bewegungsfelder! -da kann ja gar nichts schief gehen :)!

Am Pfingstwochenende startet am Sonntag Morgen um 6:30 Uhr die Startaufstellung! Drei Strecken stehen zur Auswahl. Ich habe mich für die kleine Runde entschieden, die mit 52 Kilometern und 1626 Höhenmetern eigentlich die normale Mitteldistanz im Marathon bedeutet. Die Mitteldistanz in Willingen liegt bei 95 Kilometern und 2900 Höhenmetern -ich finde da kann man wohl auch Langdistanz zu sagen. Naja, aber dann wüste wohl keiner wie man die 122 Kilometer mit 3751 Höhnemetern nennen soll :D.
Da ich noch eigenständig über die Ziellinie fahren möchte visiere ich die kleine Runde an und biege in eine zweite wenn ich mich danach fühle.

Ich freue mich tierisch auf das Pfingstwochenende! Das wird ein Spaß :)

nächsten Samstag! Deutsche Hochschulmeisterschaften CC

Ich habe den Wetterbericht studiert!!!
Samstag (28. Mai) ist bestes Renn- und “beim Rennen zuschauen” Wetter!! Im Rahmen der deutschen Hochschulmeisterschaften im Cross Country und im Sprint,  findet auch ein 2h/3h Rennen statt. Der Start ist direkt an de Ruhruni vor dem Audimax. Gefahren wird auf einem 5,7 km langen Rundkurs mit ca. 140 Höhenmetern. Also auch für Zuschauer interessant! Es gibt bestimmt auch einen Würstchenstand und Bier? und Würstchen? und Bier? ;-) Weiterlesen

Super Sundern :: Team BMC-Rauer

Boah! Altersklasse 2. und gesamt 5.! Nach 2:33:53, 55 Kilometern und knapp 1300 Höhenmetern.
Und nur knapp drei Minuten auf Platz 1 AK! Da war der Abstand zu Vanessa sonst über 10 Minuten. Und Sandra, die Gesamtsiegerin, war sonst 30 Minuten schneller. Der Abstand ist auf ~15 Minuten geschrumpft! Die Zweite, Annette, war auch noch über 10 Minuten hinter der Ersten! Sandra gewinnt immer mit so einem riesen Abstand. Irre die Frau! :)
Für mich war das jedenfalls mega gut! Und ich glaube, da geht noch was!!

Leider bin ich schon bei Kilometer 3 gestürzt – ich war bergab zu schnell und die Linkskurve kam leider zu plötzlich – es ist aber nichts passiert. Nur ‘ne Beule am Kopf und jetzt ist das andere Knie wenigstens auch bunt und dick :). Die Macke im Rahmen ist viel schlimmer :( und mit der Prellung vom Rollerflug hatte ich auch noch zu kämpfen. Aber nach 30km haben Rückenschmerzen davon abgelenkt. Immerhin erst nach 30km und nicht schon nach zwei wie im vergangenem Jahr.
Die letzten drei km war mein Fuß so verkrampft, dass ich einbeinig fahren musste… Die letzten Anstiege waren echt eine Qual und die Abfahrt ins Ziel bin ich wie ein Anfänger geeiert! Das ist alles weniger optimal, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden. Es lief streckenweise so richtig gut, und das BMC ist tatsächlich eine Höllenmaschine!! Berg ab habe ich mich nie so sicher gefühlt und konnte in den Abfahrten immer Zeit gutmachen, die ich in den Anstiegen verloren habe. Am Berg muss ich noch besser werden!
Mit meiner Zeit hatte ich für diesen Marathon noch nicht gerechnet! Gefühlt habe ich mich vorher wieder wie vor dem ersten Rennen überhaupt. Aber die Aufregung war nach dem Startschuss dann auch wieder verflogen! Jetzt ist die Saison endlich gestartet.

Endlich auch wieder fast alle auf einem Haufen. Ein großes Wiedersehen zum Saisonbeginn und dann noch auf dem Treppchen (da gab es neben einem kleinen Preisgeld übrigens noch ein riesiges Bier – ich durfte die vier Liter leider nicht austrinken – dafür war der Hauptsponsor dann später gut angeschickert!!!)
Viele bekannte Gesichter und einige neue Bekanntschaften. Meine Teamkollegen vom Nutrixxin4Fun-MTB-Team waren auch am Start. Isabella hat sich mit einer anderen Fahrerin duelliert und kam zeitgleich mit der Konkurrenz ins Ziel. Leider ein paar Hundertstel dahinter! Rang 2 für Sie auf der Funrunde – hervorragend! :) Am Nutrixxion-Stand bei Patrick und den anderen Fahrern, war wie immer bomben Stimmung. Selbst der ein oder andere Defekt kann an der guten Laune nicht rütteln! Richtig so!! und weiter so!!! Der Nutrixxion-Bericht von Mark >>

Micha und René hatten auch einen blendenden Start. Micha, der 3 Startblöcke hinter mir startete, holte mich schon kurz nach dem Start ein und flog davon! Diesmal allerdings sehr dezent ;) Irgendwann bleib ich da dran!!! :D Wäre Basti mitgefahren, wäre dieser wohl kurz danach an mir vorbei geflogen! Das habe ich ja schon etwas vermisst, Sebastian! :) Clemens kam auch noch und Thomas und … schön :D
René startete von etwas weiter vorne und ihn habe ich natürlich gar nicht mehr gesehen! Die brennende Grasnarbe muss wohl von ihm gewesen sein :D

Die Apocalypse Dudes (das Team um Christian) haben – mit Ausnahme von Thomas, der auch die 55km gefahren ist – den Fun-Marathon gerockt. Christian, Jens und Flo haben allesamt super Ergebnisse eingefahren und können wirklich stolz sein!! Das war super, Jungs!!!

Das nächste Rennen wird der Lauf in Saalhausen sein. Mit über 2000 Höhenmetern auf der 62 Kilometerstrecke eine riesige Herausforderung für mich! Ehrlich gesagt habe ich jetzt schon etwas Angst. Es sind nur noch zwei Wochen! …

HIER gibts den Beitrag vom WDR und
HIER gibts alle Ergebnisse.

Ergebisse 55km:
René Kierdorff 7. AK 2:07:19
Marcus Elm 9. AK 2:09:46
Michael Donat 25. AK 2:20:34
Clemens Zörner 27 AK 2:24:25
Thomas Freund 45 AK 2:33:07
Jule Schwarz 2. AK 2:33:53

Ergebnisse Funmarahon 30km:
Christian Peters 72. AK 1:46:26
Jens Hofmann 56. AK 1:51:52
Flo Klöcker 101 AK 2:00:00

Tiefflug

Also so ganz ohne Blessuren geht es ja irgendwie auch nie. Wo im Rennen Gott sei Dank alles gut gegangen ist, habe ich dann mal wieder mit dem Tretroller das Fliegen geübt. Eine schöne dicke Oberschenkelprellung, die nervt jetzt natürlich extrem. So ein Mist.

Hoffentlich ist in 2 Tagen wieder alles gut! Aber in Sundern fahre ich notfalls auch einbeinig! :) Heute wird das Bike noch mal gecheckt und dann kann es schon fast losgehen.

Rund um Köln

Nach knapp 5h Schlaf ging es am Montag Morgen um halb 9 endlich Richtung Köln. Essen und Schlafen muss ich echt noch üben. In der ganzen Aufregung klappt beides irgendwie nur mäßig. Egal! Ich war gespannt wie ein Flitzebogen auf die ganzen Team-Menschen und alles Tamtam drum herum. Ein paar Gesichter kannte ich schon von letztem Donnerstag, ein paar aus den Berichten und von Fotos aus dem letzten Jahr. Heute bin ich auch ein Teil davon :). Ein schönes Gefühl wenn man weiß man ist im Rennen nicht allein. Also gut, ist man bei ein paar tausend Teilnehmern wohl eh nie, aber im Team ist man dann doch noch eine Portion stärker. Oder?

Der Weg nach Köln war irgendwie kurz, ich hätte noch stundenlang so weiterfahren können, aber Christian ist einfach zum Start/Ziel gefahren! Tz :)! Erst mal haben wir den Nutrixxionstand gesucht, andere Fahrer begrüßt und uns kurz ausgetauscht. Ich hatte ja leider noch keine Teamklamotten, aber ehe ich mich versah hatte ich dank Patrick (Danke für die schnelle und spontane Improvisation) einen Trikotsatz in der Hand :). Meine Startnummer konnte ich im VIP-Bereich abholen und Gel und Getränke gab es direkt am Stand. Meine Güte! Das ist ja der pure Luxus :D.

Bis zum Start verflog dann irgendwie plötzlich die Zeit. Zum Warmfahren war es zu spät und fast hätte ich den Eingang in den Startblock nicht gefunden. Die Mädels aus dem Team standen alle recht weit vorne, und um mich dazu zu gesellen, musste ich über die Absperrung hüpfen. Mit vier Mädels gingen wir ins Rennen. Britta kannte ich vom Münsterlandgiro 2010. Dort haben wir gemeinsam auf dem Treppchen gestanden. Das ließ vermuten, dass wir ähnlich stark sind und evtl. sogar das Rennen zusammen fahren könnten. Und so war es schließlich auch. Nicht immer dicht an dicht, aber wir waren eigentlich immer in Sichtweite. An den Anstiegen war Britta deutlich stärker. Ich kam am Berg gar nicht zurecht, obwohl ich im Training wirklich gut drauf war. Ich will auch gar keine Ausreden finden, aber die Gewöhnung an das Rad spielt da sicherlich doch auch eine Rolle. Wir waren eben nicht eins, das Rad und ich – noch nicht! So habe ich dann leider am ersten Berg meine Gruppe verloren, und am zweiten Anstieg musste ich nochmal reißen lassen. Da war Britta dann auch weg.
 Im letzten Viertel habe ich in der Gruppe nochmal Dampf gemacht. Manche Herren waren ja echt trantütig unterwegs. Keiner wollte in den Wind und Führungsarbeit leisten. Das kann ich ja nicht aushalten… Also mit gutem Beispiel voran :)
Irre! Da muss ‘ne Frau vorne fahren und die ganzen starken Männer hinterher :D Davon hätte ich ja gerne ein Foto gehabt!
Nach wenigen Kilometern tauchte am Horizont dann wieder das grün-schwarze Trikot auf und Britta konnte sich in die Gruppe einreihen. Bis zum Ziel waren es da noch knapp 10 Kilometer.

Manchmal im Kreisel, manchmal wild durcheinander, flogen wir in Richtung Rheinufer. Aus der letzten Kurve raus habe ich dann nochmal alles mobilisiert und bin nach 68,1km und einer Zeit von 1:47:33 (knapp 38km/h im Schnitt) mit Britta ins Ziel gesprintet (da war noch viel, viel zu viel, Kraft im Sprint verfügbar! Ein Zeichen dafür, dass ich im Rennen wohl noch deutlich mehr hätte geben können!). In meiner Altersklasse bescherte mir das den 3. Platz :) Im Ziel haben mir sogar ein paar Leute auf die Schulter geklopft. Irgendwas hab ich wohl richtig gemacht :). Das war ein tolles Gefühl!

Auch alle anderen sind gut, gesund und munter angekommen. Die Fahrer von der 127 Kilometer Runde trudelten auch alle strahlend ein. Keine Stürze, keine Verletzungen. Sonnenschein und gute Stimmung bei allen Teammitgliedern!
 Birgit hat auf der 127er-Runde sogar ihre Altersklasse gewonnen! Herzlichen Glückwunsch!

Es ist ein tolles Gefühl im Team zu starten und gemeinsam ein Rennen zu fahren! Es ist toll wenn nachher alle zufrieden sind, sich austauschen können und sich gemeinsam freuen. Am Nutrixxionstand bei Patrick war immer was los und gute Stimmung. Und wenn man im Feld jemanden aus den eigenen Reihen im Blickwinkel hat, fühlt man sich einfach gut. Ich bin froh und stolz dabei zu sein :)

Mit dem Resultat konnte ich dann auch hervorragend mit Christian in den Rest des Tages starten. Danke für deine Hilfe! :*
Kölsch am Rhein, Geocaching in der City, Spazieren in der Sonne. Ein gelungener Tag!

vor dem ersten Rennen

Meine Aufregung steigerte sich über das Wochenende stündlich, so dass ich mir am Samstag Mittag schon den Montag Abend herbeisehnte. Sorge ums Rad, Aufregung vorm Rennen, klappt alles? Boah, als hätte ich mein erstes Rennen vor mir. Und in Sachen Planung wieder alles auf den letzen Drücker.

Das Nutrixxion-Teamrad musste noch eingestellt und kurzfristig umgebaut werden. Der verbaute Vorbau war mit 130mm leider viel zu lang, so dass ich keine vernünftige Sitzposition finden konnte und auf dem montierten Sattel schliefen mir nach 15 Minuten beide Beine ein. Bei weniger als 2 Tagen bis zum Rennen hatte ich echt Bedenken! “Das Rennen wird eine Katastrophe.” Ohne richtige Sitzposition hat man den Eindruck man kann seine Leistung nicht optimal abrufen. Und das kann ich ja so gar nicht leiden. Wenn schon, denn schon. Wozu denn sonst das ganze Training? :)

Am Samstag habe ich dann meinen kurzen Vorbau umgeschraubt. Der passte deutlich besser, aber für die Radgeometrie vom Basso leider schon wieder zu kurz. Im Wiegetritt irgendwie kraftlos… Thomas hat auch nochmal alles durchgecheckt und alle Schrauben so angezogen wie es sich gehört. Mein Drehmoment ist ja nicht so genau ;-)  Schlussendlich habe ich dann noch meinen Sattel aufgeschraubt und in der Vorbelastung am Sonntag Morgen noch 3 mal die Pedalplatten korrigiert. Dann musste es genügen. Mehr konnte ich nicht machen. Aber man kann ja zumindest immer das Beste daraus machen, auch wenn nichts mehr geht (!).
Am Sonntag Nachmittag dann aktive Kopfvorbereitung und Austreiben aller schlechten Gedanken durch aktives Rumgammeln am Baldeneysee mit Christian auf dem Segelschiff. Statt immer rum um den See mal mitten drauf! Das kann ich nur empfehlen, allerdings fehlen beim Segelschiff die Pedale :)