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Archiv für September 2008

Hallo hallo Saisonende 0

Nach intensivem Bodenkontakt in der vergangenen Woche, schone ich noch etwas meine Knochen. Darum müssen das Straßenrennen in Wuppertal und die Bezirksmeisterschaft in Oberhausen leider ausfallen. Aber nicht tragisch. So kann man das kommende Wochenende für wunderbare lange Ausfahrten nutzen. Das Wetter sagt SONNE!!! Der Marathon in Langenberg ist also das letzte Event in diesem Jahr -das Tickes ist ja schließlich schon gelöst! Ich freue mich auch schon auf diese letzten Qualen :-). Da aber nach der Saison auch vor der Saison ist, werden schon fleißig Pläne für 2009 geschmiedet. Was das genau heißt?!… Na mal sehen! Es wird spannend!

6. Lauf zum iXS NRW CUP Haltern 0

Was man nicht im Kopf hat, muss man in den Beinen haben… Am Sonntag hatte ich es eher im Kopf –ausnahmsweise ; ). Nachdem ich die Strecke in Haltern abgefahren bin, entschloss ich mich dazu nicht an den Start zu gehen. Ich wusste ja was mich für Gegnerinnen erwarten würden. Dann diese Löcher, die glitschigen Wurzeln und Schlammlöcher… 22% Steigung und ein knackiger Uphill…‚Nene’ dachte ich. Unter Rennbedingungen zu gefährlich für mich. Zu wenig Erfahrung, zu wenig Technik. Also lieber vorsichtig sein und kneifen. Sollte sich aber im Nachhinein auch nicht auszahlen. Von den Spitzenmädels die gemeldet waren, kamen nur zwei und die dritte die angetreten ist, konnte ich beim letzten NRW-Cup schon schlagen. Die Chance auf einen dritten Platz wäre also sogar mit ‚Schieben’ sehr real gewesen. Aber was solls. Hauptsache die Knochen sind heile! Mutiger muss ich trotzdem werden. Ab in den Wald!

Vulkanbikemarathon – Der Berg ruft :-) 0


Punkt 6.30h setzte der Weckruf vom Handy ein. Vorsichtig ging ein Auge auf und schaute aus dem Fenster. Trocken ist anders. Und der Föhn stellte die Büsche parallel zum Horizont. Also es war nicht nur nass, auch ein netter Wind gesellte sich hinzu. Aber was solls. Wir konnten es ja eh nicht ändern. So langsam krochen alle aus dem Bett, dem Frühstück entgegen. Viel Zeit war nicht. “9.30h ist Start!” Umziehen, Nummer fürs Badezimmer ziehen (6 Leute + 1 Bad = Stress) und rauf aufs Rad. Ich hatte mich mit meiner Rennbereifung mittlerweile abgefunden. In Daun angekommen, verteilten wir uns auch gleich auf unsere Startblöcke. Die Jungs hatten sich alle für die Langstrecke von 80 Kilometern gemeldet. Ich habe die 60 Kilometer Mitteldistanz bevorzugt. Dank Lizenz stand ich mit Marcus im ersten Startblock und musste nicht noch länger auf den Start warten, oder mich durch riesige Startfelder kämpfen. Vorne eingereiht auch Sabine Spitz. Das war schon beeindruckend. Von vorne habe ich sie im Rennen dann aber auch nicht mehr gesehen ; ).

Pünktlich um 9.30h fiel der Startschuss und das Führungsfahrzeug düste los. Ein kurzer Weg durch den Ort und dann ging es gleich links ab in den Wald. Rauf, rauf, rauf! Und noch weiter rauf! Ehrlich gesagt war mir schon bei Kilometer 10 nach umdrehen, aufgeben, Rad wegschmeißen. Gut, dass es nur noch weitere 50 zu fahren waren. Kein Bock mehr! Und als es dann auch noch einen so matschigen Weg hinauf ging, dass das Hinterrad nur noch von links nach rechts rutschte und alles andere als nach vorn, verging es mir echt. Mit angezogener Bremse wäre man da rückwärts wieder runtergerutscht. Aber es half alles nichts. Also: Alle absteigen und im Entenmarsch und Gruppenfluchen den Berg hinauf. Oben angekommen ging es gleich weiter rauf! Was für eine Überraschung! Die Reifen waren, entgegen meiner Befürchtungen, trotz der Matsche und der schlechten Bedingungen echt super griffig. Aber dafür stellten sich so langsam die ersten Schaltprobleme ein. Das kleine Kettenblatt wollte nicht mehr, der Umwerfer blockierte komplett. Nicht angenehm, wenn man in einem dicken Gang die Berge rauf muss, anstatt sich locker hochzuschrauben. Irgendwann hatte ich dann genug und stieg ab, um den Umwerfer frei zu schaufeln. Da war so eine Pampe drauf, kein Wunder das da nichts mehr war mit Schalten. Vorerst ging es dann wieder. Etwas später musste der Vorgang noch mal wiederholt werden. Da hatte ich ja dann schon Übung ; ). Zu allem Überfluss sprang dann auch noch 2 mal die Kette ab. Das war vielleicht ärgerlich. Im Anstieg kann man dann auch nicht mehr aufsteigen, wenn es zu steil ist und dann heißt es: Beine in die Hand nehmen und losrennen. Nervig, überflüssig, aber machbar. Kostet aber alles Zeit. Zwischendurch habe ich mich mit anderen Mädels unterhalten, aber die verließen mich irgendwann alle. Die meisten fuhren auf die Langdistanz und nach der Streckenteilung war ich lange Zeit allein mit Matsch und Berg. Keine nette Begleitung! Aber das hatte auch irgendwann wieder ein Ende! Je näher es zum Ziel ging, desto mehr Leute standen am Rand und an den Anstiegen. Das hilft einem dann doch sehr über diese hässlichen “ich verkaufe mein Fahrrad”-Gedanken hinweg. Und als ich dann irgendwann an die Skistation kam, an der wir am Vortag schon gewesen waren, ging es mir wieder richtig gut. Auch wenn vor mir noch mal ein übler Anstieg lag, wusste ich, bis zum Ziel sind es nur noch knapp 10km und wie diese zu fahren sind, wusste ich ja auch. Also keine Überraschungen mehr. Himmel! Berg rauf, Trail runter. Und da war auch schon die Trasse! Mit 48km/h ging es dem Schlussanstieg entgegen. Das waren wohl die schnellsten Kilometer in diesem Rennen. Und da war er dann auch. Noch mal auf das kleine Blatt –dass diesmal funktionierte- konnte ich fahrend das Ziel erreichen und war doch schon sehr froh, angekommen zu sein. Geschafft! Wollte man grade noch Selbstmord begehen, sein Rad zertrümmern und nie wieder fahren, will man nach der Zielankunft am liebsten direkt zum nächsten Wettkampf. Erstaunlich!

Ich bin gleich durchgefahren zur Feuerwehr, wo Waschplätze eingerichtet waren. Erstmal der Dreck runter. Ich war ja zeitig im Ziel, so dass ich noch etwas warten musste, aber schon bald kamen auch die anderen glücklich und gesund im Ziel an. Alle zufrieden mit ihrer Leistung und glücklich, dass alles heile ist.
Während die anderen dann anstanden, ihre Räder vom Dreck zu befreien, habe ich mir eine Portion Nudeln gegönnt und mir das Interview mit Sabine Spitz auf der Bühne angeschaut. Die war natürlich schon geduscht und wie aus dem Ei gepellt. Hat natürlich schon Vorteile, wenn man sooo schnell fährt.
Zwischenzeitig wurden im Forum-Daun immer mal wieder die Ergebnisse ausgehängt und aktualisiert. Ich war natürlich gespannt wie ein Flitzebogen. Aber es hätte nicht sollen sein. Wieder der vierte Platz. Mal aufs Treppchen wäre echt schön gewesen, aber dafür muss ich noch ein bisschen drauf legen. Also! Es bleibt keine Zeit zu verlieren! Ab aufs Rad!

Vulkanbikemarathon! Auf nach Daun! 0

Am Freitag pünktlich um 12h Feierabend und per Rad einmal quer durch die City zum Treffpunkt. Zu dritt wollten wir in Michas Volvokombi Richtung Vulkaneifel reisen. Hier wurde es zum ersten mal spannend! 3Räder und das Gepäck von 3 Leuten für ein ganzes Wochenende. Aber nachdem wir alle Bikes komplett zerlegt hatten, konnten wir auch unsere Taschen mitnehmen. Alles andere wäre auch höchst dramatisch gewesen! Alles verladen ging es dann auf die Autobahn. Ich weiß ja nicht, wann der Rest der Menschheit freitags Feierabend macht, aber wo diese Automassen um 12.30h schon herkommen ist mir echt schleierhaft! Da uns noch ein paar Teile fehlten machten wir einen kleinen Abstecher nach Bonn zum Bikediscount. Meine Bereifung wollte noch erneuert werden und das ein oder andere EnergieGel musste noch fürs Rennen her. Ich wollte bei diesem Marathon nichts dem Zufall überlassen. Die Bronchitis überwunden und bei trockener Witterung wollte ich in diesem Jahr noch mal angreifen. So entschied ich mich auch für einen Rennreifen für nicht schlammige Verhältnisse…da hatte ich auch noch keine Ahnung, dass am Abend die Welt untergehen sollte. Frohen Mutes mit breitem Grinsen und mit neuen tollen Reifen zurück auf die Autobahn. Aber das war schwieriger als es schien. Ungewollt haben wir uns noch etwas Bonn angeschaut, um schließlich nach 3 Rheinüberquerungen doch noch die richtige Auffahrt zu treffen. Aber halb so schlimm. Wir hatten ne Menge Zeit und Bonn ist auch ganz nett. Mir juckten nur schon die Finger wegen der Reifen.

Am Nachmittag kamen wir dann in Daun an. Hier trafen wir noch auf drei weitere Freunde und Mitstreiter von Micha in unserer Unterkunft. Ein Bungalow für 4 Personen, plus einer Schlafcouch im Wohnzimmer. Gaaaanz schön eng, aber wir sollten uns eh nicht lange aufhalten. Wir waren ja zum radeln dort. Noch bevor ich meine Tasche angepackt hatte, um mich zu sortieren, hatte ich meine Reifen aufgezogen. Dann sofort umziehen und runter in den Ort. Vorher noch ein ausführliches Studium des Wetterberichtes im Videotext! 12 Augen starrten gleichzeitig auf einen Miniaturfernseher. Es soll trocken bleiben! Gott sei Dank! Irgendwie war die viele Zeit, die wir hatten dann plötzlich weg. Auf dem Weg zur Startnummernausgabe fuhren wir auch gleich unsere 60Minuten Vorbelastung für das Rennen. Geil die neuen Reifen! Rollen wie hulle! Da Micha die Strecke kannte, konnten wir die letzten 10km und die Zieleinfahrt schon mal abfahren. Unter anderem eine Skistation mit ordentlichen Prozenten Steigung, eine Bahntrasse auf der man im Rennen rund 50km/h erreicht und ein schöner Trail abwärts. Der Schlussanstieg zum Ziel bereitete mir allerdings etwas Sorgen. Nach so vielen Höhenmetern wohl eine echte Qual! Im Forum-Daun gab es die Startnummer und damit im Gepäck ging es dann zurück zum Haus. Zu dem Zeitpunkt zog sich dann der Himmel komplett zu und auf halbem Weg mussten wir dann unter ein Dach flüchten. Ein Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen, dass die Straße kurzerhand in einen Wasserfall verwandelte. Ich schaute nur skeptisch auf meine tollen neuen Racingreifen für trockene Bedingungen und überlegte mir schon wie ich mich am besten Abfange, wenn es mich im Rennen alle zwei Meter umreißt. Hilfe! Irgendwann konnten wir dann weiterfahren -kamen aber trotzdem pläddernass am Bungalow an. Und natürlich hatte ich zu allem Überfluss auch noch das Wettkampftrikot an. Das musste jetzt erstmal trocken gelegt werden. Elektroheizung sei Dank! Duschen, umziehen, essen gehen. Lecker Pasta Napoli und dann war auch schon Schlafenszeit. In der Nacht konnte man noch gut die zahlreichen Gewitter hören und beobachten, die über uns her zogen und spätestens hier war wohl jedem von uns klar, dass es wieder eine tolle Schlammschlacht würde und kein trockenes schnelles Rennen, wie wir es uns wünschten.

Ein Bild für die Götter! 0

Training mit Micha. Hätt ich es nicht gesehen hätte ich es nicht geglaubt! Beim zweiten Seeründchen trafen wir einen Freund auf Skates. Ich fragte mich ja, wie schnell man mit den Teilen so ist “30 kann man schon gut fahren”. Wow! Drehen wir eine Runde zusammen! Aber als wir dann auf den Geraden mit knapp 40km/h unterwegs waren, wären mir mit Blick auf den Tacho fast die Augen aus dem Kopf gefallen! Unglaublich! Das fanden auch Passanten als sie folgendes Bild gesehen haben: Ich vorne mit dem Rennrad. Dahinter Micha auf dem MTB und im Windschatten der Skater. Verrückt! Einfach verrückt!