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	<title>jule radelt &#187; CYCLESTORIES</title>
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	<description>LOVE CYCLING AND TALK ABOUT IT</description>
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		<title>Watt a wonderful world</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Aug 2019 16:59:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ROSE CYCLESTORIES // AUSGABE 2.2019 Watt a wonderful world oder mehr Farbenspiel im Fahrtenspiel Die Saison ist fast schon wieder Geschichte. Die Zeit rast aber auch wieder, oder? Rast man mit (&#8230;) <a href="http://www.jule-radelt.de/2019/08/26/watt-a-wonderful-world/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">ROSE CYCLESTORIES // AUSGABE 2.2019</p>
<p><a href="http://www.jule-radelt.de/wp-content/uploads/2019/08/jule_kritzelt_CS2_2019.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-9664" alt="jule_kritzelt_CS2_2019" src="http://www.jule-radelt.de/wp-content/uploads/2019/08/jule_kritzelt_CS2_2019.jpg" width="489" height="640" /></a></p>
<p>Watt a wonderful world oder mehr Farbenspiel im Fahrtenspiel</p>
<p>Die Saison ist fast schon wieder Geschichte. Die Zeit rast aber auch wieder, oder? Rast man mit der Zeit oder rast sie an einem vorbei?</p>
<p>Sitzt man auf dem geliebten Fahrrad und bereitet sich auf die Saison vor, scheint die liebe Zeit auch noch um ein Vielfaches schneller abzulaufen. Erst heißt es: „Geil, die Saison beginnt“ und gleich im Windschatten der Verfolgergedanke: „Ach du scheiße, die Saison beginnt.“ Panik macht sich breit, ob der Tatsache, dass wohlmöglich die ersten Prüfungen mit Ziellinie an die Tür bollern. Man meint, man sei noch völlig untrainiert und ehe man sich versieht, steckt man schon mittendrin im Jahr. Abgefahren! <span id="more-9663"></span></p>
<p>Vorbereitung bedeutet Alles! Und sowieso hat man hat immer viel zu wenig davon. Wie früher bei Klausuren inner Penne. Die persönlichen Bestzeiten-Ziele sitzen einem plötzlich im Nacken und das Langstrecken-Highlight ist nur noch „Kurzstrecke“ entfernt. Pah! Was ein Wechselbad der Gefühle beim nahezu täglichen Kilometersammeln: Von absoluter Motivation bis hin zur puren Verzweiflung, von himmelhochjauchzend bis tief betrübt, von der Top-Frühform bis hin zum Früh-Formtief. Ist man stark, schnell und leidensfähig genug?</p>
<p>Bei dem Gedanken an die gesteckten Ziele macht sich also Nervosität breit und man vergisst darüber schnell die ruhigen, langen Ausfahrten im Winter, die Besuche im Fitnesstempel und die Intervalle auf der Rolle, die doch den Grundstein für ein erfolgreiches Jahr gelegt und das Gewissen beruhigt haben sollten. Die wenig romantischen und kalten Trainingseinheiten durch entlaubte und triste Landschaften nagen am Nervenkostüm. Die Kilometer sind voller Sehnsucht nach kurzer Kleidung und nach dem Gefühl einer lauen Brise im Gesicht. Zeitgleich versucht man mit den warmen Gedanken schon seine Füße aufzutauen, ehe es die heiße Dusche machen muss. Die Sehnsucht nach der Sonne auf der Haut, die die ersten Kanten auf die Pelle brennt und dem Duft nach blühenden Wiesen und Wäldern, wenn man nicht grade eine Allergie zur Ausrüstung zählen muss. Man möchte endlich mühelos dahingleiten, spüren wie sich die Kraft aus den Beinen in absoluten Vortrieb verwandelt und sich endlich inmitten einer blühenden Sommerlandschaft davonträumen.</p>
<p>Und weil die Zeit fliegt, als würde sie das Rennen ihres Lebens fahren, ist es ja auch so wichtig sie <b>„<i>richtig“</i></b> zu nutzen. In dem Punkt sind sich jedenfalls wohl alle einiger, als in dem Punkt was <b>„<i>richtig</i>“</b> dabei eigentlich genau heißt.<br />
Trainieren wie ein Profi vielleicht? Hm. Etwas zu viel des Guten. Aber das Training professionell perfektionieren – ist das vielleicht der Schlüssel zum Erfolg?!</p>
<p>Nachdem die Trainingszeit nun jahrelang in Pulsbereiche zerhackt wurde, ist unlängst ein Wattmessgerät der erschwingliche Türöffner zur Leistungssteigerung an der Amateursport-Pforte geworden. Die Waffe, um sich an die Spitze der persönlichen Leistungsfähigkeit zu treten und den Trainingsbuddy vom Segment-Thron zu stürzen.</p>
<p>Trainingscomputer zeichnen also den Erfolg auf, jeden Meter und alle anderen sehr, sehr wichtigen Parameter der Ausfahrt. Der ständige digitale Vergleich mit Trainings-Freund und Wettkampf-Feind ist bis ins kleinste Detail möglich. Die Computer diktieren uns Intervalle, Intensitäten und Umfänge. Sie sagen uns ob wir erholt sind oder müde und ob wir unsere Belastungs-Schwellen schon verschoben haben – und wir glauben brav, was uns angezeigt wird &#8211; natürlich nur sofern uns gefällt, was uns suggeriert wird. Was uns einst unser Körper signalisiert hat lesen wir gutgläubig auf dem Display ab. Wattwerte definieren, ob wir gut drauf sind oder der Form hinterherjagen. Sie lassen über Talent mutmaßen oder über dessen Abwesenheit. Wir können dank der Wattwerte sekundengenau und effizient trainieren und überwachen jede Pedalumdrehung.</p>
<p>Zack, ist man zum Zahlenjunkie mutiert und hängt an der digitalen Watt-Nadel. Unregelmäßigkeiten in der Aufzeichnung oder gar Aussetzer des Wattmessers sind eine Katastrophe und ruinieren die gesamte Einheit. Was ein Albtraum! Lücken in der Aufzeichnung sind schließlich Lücken im Training! Was nicht in sozialen Netzwerken auftaucht, entspricht nicht der Wirklichkeit und wurde somit nie gefahren. Trainings-Zeugen gibt es auch keine mehr, denn unsere Wattwerte sind so individuell und das Training so speziell, dass wir nur noch selten zum Gruppentreff fahren können. Wie hypnotisiert starrt man auf den Zahlentanz am Lenker.</p>
<p>Und ehe man sich versieht verblühen die duftenden Wiesen wieder. Die Durchschnittstemperatur der Füße sinkt und die Anzahl der Schichten an Kleidung steigt. Die Sonne geht wieder eher unter und taucht die wunderschönen bunten Landschaften mehr und mehr in grau. Die Eisdielen, an denen wir nicht gehalten haben, holen die Stühle wieder rein und die Bäume schmeißen mit ihren Blättern. Die Saison neigt sich dem Ende, ohne dass wir es so „<b><i>richtig</i></b><i>“</i> bemerkt haben.</p>
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		<title>Der Weg ist das Ziel</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Jun 2019 15:18:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule</dc:creator>
				<category><![CDATA[CYCLESTORIES]]></category>
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		<description><![CDATA[ROSE CYCLESTORIES // AUSGABE 1.2019  Schnell ins Büro, zum nächsten Termin, das Kind zur Kita oder in die Schule wuppen. Noch flux Einkaufen und bei der Post reinhüppen, dabei zackig (&#8230;) <a href="http://www.jule-radelt.de/2019/06/05/der-weg-ist-das-ziel/">Weiterlesen</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;" align="center">ROSE CYCLESTORIES // AUSGABE 1.2019 <a href="http://www.jule-radelt.de/wp-content/uploads/2019/06/jule_kritzelt_CS1_2019.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-9655" alt="jule_kritzelt_CS1_2019" src="http://www.jule-radelt.de/wp-content/uploads/2019/06/jule_kritzelt_CS1_2019-1024x771.jpg" width="840" height="632" /></a></p>
<p>Schnell ins Büro, zum nächsten Termin, das Kind zur Kita oder in die Schule wuppen. Noch flux Einkaufen und bei der Post reinhüppen, dabei zackig in der zweiten Reihe parken, dauert ja schließlich nicht lang. Immer auf die Vorfahrt beharren, schön dicht auffahren und bloß niemanden dazwischen lassen. Man hat halt wenig Zeit und dafür noch mehr Stress. Zu viele Karren für zu wenige Wege, zu breite Kisten für die zu engen Straßen. Rote Ampeln, rote Rücklichter, Stau, Stau, Stau. Beruflicher Druck, ein enger Familienzeitplan und ganz schlimmer privater Freizeitstress. Man kann gar nichts dafür, dass man es halt eilig hat. Hetzen, hasten, bloß nicht rasten. Wer zu viel Zeit hat, ist ja auch nicht gefragt. <span id="more-9654"></span></p>
<p>Das explosive Gemisch im Straßenverkehr ist vielseitiger als das Angebot an Eissorten beim Dealer „umme Ecke“. Dabei täte den meisten Hitzköppen da draußen das Eis mal ganz gut, um ein paar Grad runter zu kühlen. Die meisten verbringen ihre Zeit aber damit, sich in die Blechschüsselpolonaise einzureihen und daran zu denken, wie schön doch jetzt ein leckeres, cremiges Eis wäre. Mmmmmh.</p>
<p>Der Frust entlädt sich dann häufig in gefühlvollen Gesten mit den oberen Extremitäten, herzlichen Komplimenten und wo es nur die Chance gibt, in einem liebevollen Fahrverhalten &#8211; welches an Rücksichtnahme natürlich kaum zu überbieten ist. Nirgendwo ist so viel Nächstenliebe zu spüren wie auf unseren Straßen.</p>
<p>Autofahren ist anstrengend und sich im Straßenverkehr mit und auf dem Rad zu bewegen ist eben häufig auch kein cremiges Zuckerschlecken. Gerade in Ballungsgebieten zu Berufsverkehrszeiten ist die Safari durch den Großstadt-Dschungel gespickt mit zahlreichen Situationen, auf die man eigentlich sehr gern verzichten mag. Knappe Überholmanöver durch Abstandslegastheniker gepaart mit schnittigen Abbiegeaktionen, in den Weg springende Autotüren, tote Winkel, und aggressive Fahrweisen überlegener und ach so wichtigerer Verkehrsmitspieler. Dazu auch noch grubentiefe Schlaglöcher, Cliffhanger-Radwege oder auch gerne gar keine.</p>
<p>Wenn man wissen mag wie schön manche Dinge sind und sein können, ist es gar nicht so schlecht, sich diese irrsinnigen Verhältnisse vor Augen zu führen. Denn am Ende sind es doch nur winzige Momentaufnahmen, die man mit etwas Routine aber auch sehr gut im Griff, oder sagen wir, im beherzten Pedal haben kann. Besonders viel Freude macht es dann daran zu denken, wenn man mit seinem treuen Drahtesel an stehenden Karosserieklumpen vorübergleitet und sich durch beruhigte Parallelstraßen schlängelt. Den Lenker fest im Griff entscheidet man selbst den Weg, der gern auch mal schneller und kürzer ist als mit dem Auto. Gut, wenn es schnell gehen soll. Wer aber zu schätzen weiß, dass es beim Radeln nicht bloß ums ankommen geht, hat längst erkannt, dass ein schöner „Umweg“ viel mehr eine Verlängerung vom „Kurzurlaub auf zwei Rädern“ ist. Der Körper dankt es einem dazu noch mit Gesundheit und Fitness. Die gemischte Tüte von der Bude streift spurlos an der Hüfte vorbei und Stress und schlechte Laune trampelt man einfach nieder. Die Vorstellung weder im Stau, noch in einer stickigen Bahn stehen zu müssen, lässt sogleich die Mundwinkel nach oben schnellen und selbst ein kleiner Regenschauer macht einem nichts aus &#8211; ist schließlich auch nur Wasser.</p>
<p>Kleine Feldwege, die motorisiert nicht zu erreichen wären, bescheren einem schöne Aussichten und das folgende Waldstück die nötige Ruhe vom Stadttheater. Und weil einem nicht der nächste Termin im Nacken pappt, weil man noch genügend Zeit vom eingeplanten aber nicht benötigten Zeitpuffer hat, spuckt einen der Wald auch noch an der Lieblingseisdiele mit den zig tollen Sorten aus. Wie lecker so ein cremiges Eis doch schmecken kann. Mmmmmmh.</p>
<p><em>Jule Wagner</em><br />
<em> www.jule-radelt.de</em></p>
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